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Schmetterlinge - bedrohte Schönheiten


Insekten suchen Blütenpflanzen vor allem deshalb auf, um deren Nektar und Pollen zu sammeln. Durch ihre Berührungen bestäuben sie das weibliche Blütenorgan mit den gesammelten Pollen. Ein scheinbar kleiner und einfacher Vorgang mit großer Wirkung: Dadurch wird die sexuelle Vermehrung von weltweit etwa 88 Prozent aller Pflanzen sichergestellt.

 

Durch die fleißigen Insekten und ihre Bestäuberleistung wird nicht nur sichergestellt, dass die Pflanzenwelt fortbesteht und ihre Vielfalt erhalten bleibt. Bestäuber ermöglichen zudem erst, dass zahlreiche Lebewesen, die auf Wiesen, Hecken oder Bäume angewiesen sind, Lebensräume zur Deckung, Fortpflanzung und Nahrungsgrundlage haben.

 

Auch der Mensch ist auf bestäubende Insekten angewiesen. Von den 107 weltweit am häufigsten angebauten Kulturpflanzen werden 91 in unterschiedlichem Ausmaß bestäubt. Erdbeeren und Kirschen, Raps, Kaffee oder Wassermelonen bringen besonders reiche Erträge, wenn sie von Wildbienen oder anderen Insekten bestäubt werden.

 

Alarmierender Zustand

Umso beunruhigender ist die Tatsache, dass auf globaler Ebene viele Bestäubergruppen wie Bienen oder Schmetterlinge sowohl in ihrer Häufigkeit als auch in ihrer Vielfalt zurückgehen. Oftmals gelten über 40 Prozent der Arten als bedroht. Vor allem in hoch-industrialisierten Regionen wie Europa zeichnet sich seit Jahrzehnten ein Abwärtstrend ab – hier sind bereits neun Prozent aller Schmetterlinge und Wildbienen bedroht, ihre Populationen weisen Bestandsrückgänge von über 30 Prozent auf.

 

Quelle: NABU (Naturschutzbund Deutschland)

https://www.nabu.de/

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